Gemeinen eine nach der andern wieder verlassen. Die seindseligen Heiden zerstörten diese Friedenswohnungen durch Krieg und Brand, und die christlichen Indianer wurden wieder zerstreut. Noch sieht man manche ihrer Nachkommen im Lande umherziehen als Schafe, die keinen Hirten haben; und seit mehr als dreißig Jahren hat man keine Gemeine unter ihnen mehr sammeln können.

Zuweilen besuchten uns noch Einzelne von denen, die in ihrer Kindheit waren getauft worden, und erzählten uns von den alten Zeiten und von den Lehrern, die unter ihnen gewohnt hatten. So kam einst vor ungefähr acht Jahren ein ältlicher Indianer zu uns, der uns gar merkwürdig war. Er nannte die alten Lehrer, die zu seiner Eltern Zeit im Lande gewesen waren, besonders aber einen Namens Lösche, deffen er sich gar gut erinnerte. Wir unterhielten unö mit ihm so gut wir konnten, da er etwas von der Negersprache verstand. Er selbst hatte als Kind bei der Taufe den Namen Simeon erhalten, den er noch trug. Er sagte auch, er sei bei den Lehrern in die Schule gegangen, und habe da lesen gelernt. Darauf wiesen wir ihm ein indianisches Büchlein, das einzige, was in der Sprache gedruckt worden ist; aber er konnte eS nicht lesen. Er meinte, er habe nur Buchstaben lesen gelernt, die man mit der Feder mahle; ein solches Ding habe er noch nicht gesehen. Darauf ward ihm ein sehr alter Brief von eben demselben Missionar Lösche vorgewiesen, den dieser von Nord-