hatten, schickten sie sich wieder zur Rückkehr nach Nazareth an. Die Eltern Jesu dachten sich die­sen bei seinen Gespielen, und sragten nicht wei­ter nach ihm; wer beschreibt aber ihr Entsetzen, als am Abende sich alles in der Herberge ver­sammelte, und ihr Sohn fehlte. Sogleich eilte Maria und ihr Gatte nach Jerusalem zurück; allein auch daselbst konnte ihnen Niemand Aus­kunft geben. Endlich wankte die unglückliche Mutter in den Tempel, und hier fand sie den Vermißten, in der Mitte der Schriftgelehrten und Priester, welche aufmerksam seiner Rede horchten. Im Uebermaß der Wonne schloß sie ihr verloren geglaubtes Kind in die Arme, und mit sanften Vorwurf sprach sie: «mein Sohn, wa­rum hast du mir das gethan? dein Vater und ich suchten dich schon überall» Da erwiederte Jesus mit Würde: «weißt du denn nicht, daß ich sein muß, in dem, was meines Vaters ist?» Ohne Widerspruch folgte hierauf der Göttliche seiner Mutter in die Heimath, wo er wieder sei­ner früheren Lebensweise getreu blieb, und sich in ländlicher Stille aus sein Lehramt und auf sei-

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