sank, erblickte sie zwei Engel, deren einer sie lie- bcvoll um die Ursache ihrer Betrübniß befragte. «Ach,» rief die fromme Jüngerin, <> ach sie haben meinen Herrn fortgetragen, rind ich weiß ihn nicht zu finden!» Bei diesen Worten nahte ihr Jesus, allein ihr von Thränen umflortes Auge erkannte ihn nicht, und den Hinzutretenden für den Gärtner haltend, wendete sie sich mit der Frage an ihn: «Hast du vielleicht Kunde, wohin sie den Leichnam gebracht haben?» — Welch Entzücken bemächtigte sich aber der Sehnenden, als sie auf einmal die ihr wohlbekannte Stimme vernahm. «Maria!» rief der Göttliche; mit unnennbarer Wonne sank die Hochbeglückte zu den Füßen des Erstandenen, und die Worte: «Mein Herr und Meister!» entströmten freudig ihren Ltppen. Doch dem liebenden Gemüthe ist es Bedürfniß Andere an der eigenen Seligkeit Theil nehmen zu lassen; dies war auch bciMag- dalencn der Fall, daher suchte sie eiligst die Jünger aus, um ihnen die frohe Botschaft zu bringen. Lange zweifelten die, und erst als die andern Frauen, denen unterdessen auch der Messias erschienen war, Mariens Worte bestätigten, verwandelte sich ihre Wehmuth in die höchste Wonne, welche noch dadurch erhöht wurde, daß er am Abende desselben Tages, während sie im traulichen Gespräch beisammen fassen, mit seinem
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