die mit verderblicher Fackel rings umher unter den wilden Stammen wüthete, und die freien Kinder der Wüste in schmähliche Sklavenfesseln schlug. Noch hatte keines Europäers Fuß jene blühenden Gründe betreten, die von Kristallqucllen bewässert, in paradiesischer Fülle mit wunderprächtigen Blumen prangten, keines Weißen Auge jene Wälder geschaut, wo um weit wurzelnde Manglc- bäume sich die ungeheuern Leiber der königlichen Riesenschlangen ringelten, wo Assen aller Art mit lautem Gekreisch sich von Ast zu Ast jagten, und in des Kongostromes Uferschilf das gefräßige Krokodil aus seine Beute lauerte.
Zufrieden mit dem, was zur Nahrung die gütige Natur in Fülle ihnen darbot, lebten die Bewohner des Dorfes, deren Ältester Hur an war, und deshalb ein nicht geringes Ansetzn besaß. Ergiebige Reisfelder zogen sich um die Hütten, und zahlloses Wild aller Art wimmelte in den Wäldern. Einfach, wie das ganze Leben der harmlosen Wilden, war auch ihre Gottcsverehrung. Unter dem Bilde einer großen Schlange beteten sie das höchste Wesen an, das ihnen allgütig ein Paradicß zum Wohnplatz angewiesen, und in dessen Weisheit es lag, die Nacht ihres Irrglaubens noch nicht zu lichten. Und woraus ließe sich die Güte und Barmherzigkeit Gottes mehr erkennen, als daraus, daß er alle seine Erschaffenen mit gleicher Liebe umfaßt, daß ihm der Neger, der vor seinem Fetisch kniet, der Parse, der der aufgehenden Sonne seine Verehrung bezeigt, der Mohamcdancr, der Jude, der Christ, alle gleich lieb sind, wenn sie nur treulich ihre Pflichten erfüllen und menschlichen und göttlichen Gesetzen nicht entgegen handeln? Aber
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