freuen sollen wir uns des seligen Verzuges, daß unsre Religion ihn uns so erkennen lehrt, daß wir ihn anbeten können im Geist und in der Wahrheit, daß wir nicht vor Bildern knieen, wie jene Hei­den, und daß wir schon in früher Kindheit zur Erkenntniß seines Willens geleitet werden.

Dem harmlosen Genuß der Naturgaben, dem stillen Frieden in jenem Negerdorfe drohte eine grausame Unterbrechung. Es war in jener Zeit, wo der empörende Sklavenhandel seine höchste Höhe er­reicht hatte, wo Europäer, Christen, zu Menschenräubern wur­den, und die unglücklichen Bewohner der afrikanischen Küstenlän­der durch List oder Gewalt zu Tausenden auf die Schiffe schleppten, die zu diesem Entzweck ausgerüstet, die Meere durchkreuzten, und sie weit fort aus der schönen geliebten Heimath nach Amerika führ­ten. Durch glänzenden Tand, durch Waffen und nützliche Werk­zeuge, und durch berauschende Getränke verlockten die Europäer jene rohen Naturkinder, und die verderbliche Habsucht ließ diesel­ben Menschlichkeit und Zartgefühl verläugnen. Da bekriegten sich ganze Völkerschaften, um nur Gefangene zu machen, die dann ei­lend gegen Waaren umgetauscht wurden von den listigen Sklaven­händlern, da schonte oft nicht der Vater den Sohn, der Bruder die Schwester, der Stärkere überfiel den Schwächeren, und über­lieferte ihn gefesselt dem Schiffsherrn um einen geringen Preis; kein Band des Blutes und der Freundschaft blieb mehr heilig, von der thierischen Begier nach Gewinn wurde es freventlich zerrissen. Friedlich schliefen die Neger auf ihren Binsenmatten, nur des Stromes Brausen, der eine Stunde weit vom Dorfe seine dunkeln

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