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Wogen in das äthiopische Meer ergoß, und fernes Wellcntosen am Klippcngcstade hallte einförmig durch die Stille der Nacht. Von Zeit zu Zeit tönte auch wohl das Gebrüll eines Löwen durch die Dunkelheit, wie das Grollen eines fernen Gewitters, sonst aber war alles ruhig. Die Böget schlummerren unter dem schirmenden Laubdach der verschlungenen Zweige, die Riesenblumen hatten ihre Farbenkrcncn auch geschloffen, nur große Nachtschmctterlinge flogen surrend über die Wiesenflachen, und suchten Nektar in den Kelchen vielblumigcr Tulpenblüthcn und der guineischen Hyacinth-Aloe.
Da nahte sich, schwarz wie die Nacht, die über den Hütten schattete, ein wilder Negerhaufe durch die Sandstrecke dem Dorfe, bewaffnet mit Keulen und Spießen, mit Bogen und Pfeilen. Hell leuchtete die Fackel eines Verräthers, der ohnlängst auf der Jagd sich verirrt, das Dorf, und dort eine gastliche Aufnahme gesunden hatte, dem beutelustigen Haufen voran. Kein Wächter war aufgestellt, der ihre Ankunft hätte kund machen können, keinen Ue- verfall fürchtend, keines Feindes sich bewußt, hatten die Bewohner sich sorglos in die friedlichen Arme des Schlummers gelegt.
Da weckt sie wflder Schlachtruf und das Jammergeschrei derer, die wehrlos überfallen, von tückischen Feinden gefesselt werden. Nun schallen laut und grausig der gewundenen Mcermuschelhörner Schreckenstöne durch die Nacht, nun ruft die Verzweiflung zur Nothwehr, nun ergreift alles die Waffen, Männer und Greise, Frauen, Jungfrauen und Jünglinge, aber allzugroß ist die Bestürzung, allzuübcrlegcn des Feindes Anzahl, als daß Gewalt mit Ge»

