eS sprach aus seinen lebhaften Augen ein so kräftiger Geist, und war so viel belustigende Munterkeit in seinem ganzen Wesen, daß ihn die Kinder dennoch gern haben mußten.
Den Knaben, die wir schon kennen, machten seine drolligen Sprünge und Späße ungcmcin viel Vergnügen, so daß sie beider Nachhausekunft nicht unterlassen konnten, ihren Schwestern, Freundinnen und Allen, die es hören wollten, davon zu erzählen. Er hatte gerufen, als es Abend wurde, und die Kinder nach Hause mußten: Kommt morgen wieder! Kommt morgen ja Alle wieder, da wollen wir einen Tanz halten, wie noch keiner von Kindern gehalten worden ist, so lange die Welt steht, das soll ein Jubel werden!
Wir kommen, wir kommen! hatten mit lautem Jauchzen die Kinder geantwortet, und U r i e l war Räder schlagend aus ihren Augen entschwunden.
Ursul a und Alheid i s horten mit Verwunderung diese Gerüchte, und es regte sich in ihren Herzen die Lust, auch einmal den Knaben zu sehen, und wo möglich Theil zu nehmen an dem morgenden Tanze.
Es war der 13 . Julius des Jahres 1237 , der aus Blüthcn- träumen voll Lust und Fröhlichkeit die Kinder Erfurts erweckte; kein Wölkchen trübte den azurnen Himmelsbogen, aber erfrischende Morgenluft kühlte die Glut der Sommersonnc, die rein und groß emporgestiegen war und nun ihre Strahlcnbahn durch das Gefilde des Himmels wandelte. Früh waren die Kinder aus den Betten, schnell in den Kleidern, kaum hatten sie das Morgenbrod empfan-
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