und is>r zurief: Halt, Frau Nachbarin, wiege Sie mir oder messe Sie für einige Groschen von diesem schönen blauen Mohn, und wenn Sie weißen hat, und frisches gutes Wintcrsamchen, so bitte ich mir auch von jedem für meine kleinen Kostgänger aus.

Alles steht Euch zu Diensten, antwortete Frau Röder: Al­les, mein Herr Nachbar, und mein Mohn und mein Raps sind so gut, als jemals welcher auf einer fetten Flur gewachsen ist, und niemals wird Eucrn Dögelchen beides besser geschmeckt haben, als ihnen das schmeckt, was ich Euch jetzt zuwiegc, mein Herr Nach­bar. Habt Ihr einen guten Markt gehabt?

Spottschlecht, spottschlecht, brummte Werner, ein schlech­ter Handel der, zumal in kleinen Nestern, wo jeder Gimpel selbst Vögel fangen darf. Drei Stück habe ich verkauft, ja wenn eS so ginge, wie bei Ihr, Frau Nachbarin!

Sprecht, ein guter Handel der, Herr Nachbar, antwortete die Hökin, denn Ihr nehmt das Geld Thaler- und Kroncntha- lerweise ein, wenn bei mir Dreier und höchstens Groschen kom­men. Ich kenne das, ich weiß, wie theuer die Vogel sind.

Der Vogelhandlcr brummte etwas in den Bart, wahrend Frau Röder die Sämereien in doppelte Papierdüten wickelte, und gesprächig fortfuhr:

Ich hatte einen Bruder, der war ein Vogclfrcund, der. Ach was hatte er nicht immer die Stube voll Finken, Grasmücken, Rokhkchlchcn, Amseln, Wachteln, Staarc, Kanarienvogel, und was weiß ich alles? Das war ein Liebhaber, der hätte Euch ge­wiß etwas abgekauft, wenn er hier gewesen wäre aber ach