Ich war auch vcrhcirathet, sprach Werner, bin acht Jahre Witwer, doch Kinder hatte ich nie.

Besser, sie nie zu haben, seufzte Frau Röder, als sie mit Sorgen und Mühe groß ziehen, und sie dann sterben sehen müssen.

Dieses Gespräch, welches bei den zwei Personen, die es führten, traurige Empfindungen rege machte, und sie, die ein­ander so ganz fremd waren, im wechselseitigen Vertrauen und wohlwollender Theilnahme näher brachte, wäre vielleicht von Bei­den noch länger fortgesetzt worden, hätten es nicht fröhliche Mu­sikklänge unterbrochen.

Die lustige Tanzwcise, die so plötzlich ganz in der Nähe der Sprechenden ertönte, kam von zwei Violinen, und die so schnell befreundeten Marktnachbarn gewahrten einen Mann in abgetra­gener militärischer Kleinung, der mit einem Knaben von ohngc- fähr 14 Jahren vor einer Hausthür stand und geigte.

Lieber Gott, sprach Frau Röder: auch ein alter Kriegska­merad, der sein bischen Brod vor den Thüren suchen muß, und sie suchte schon nach einer Gabe für ihn.

Die beiden Musikanten hatten dort ihr Stückchen beendigt, da gewahrte der Mann die Frau in der Bude, und las in ihrem gutherzigen Blicke menschenfreundliches Wohlwollen, daher schritt er mit seinem Knaben auf sie zu, und als ein Blick von ihm um Erlaubniß zu spielen gefragt, und sie mit freundlichen Kopf­nicken die Frage bejaht hatte, begannen beide einen neuen Tanz.

In den Zügen der vier Personen, die zunächst Thcilnchmcr dieses Straßenkonzcrtcs waren, denn einige Kinder standen in