lind ging ihren lieben Verwandten voran, nochmals die Einladung an Werner wiederholend.

Der Markt war fast ganz leer, es hatte nicht den Anschein, als ob noch jemand kommen, und Singvogel kaufen würde, und Werner nahm seine Bauer und Kasten, und ging in seinen Gast­hof, wo er ein frugales Mittagsmahl zu sich nahm.

Hier überlegte er, ob er der Einladung folgen solle, und die Wittwe besuchen, oder nicht, und war lange unschlüssig.

Was gehen dich die Leute an? fragte er sich selbst: es sind doch arme Schlucker, und die gute Frau wird mit ihrem Bruder, der doch nur ein Lumps ist, gewiß ihre Noth haben. Willst dich nicht um das Volk bekümmern.

Er hastig einige Bissen, dann brummte er wieder nach sei­ner Gewohnheit halblaut vor sich hin: Ein hübscher Junge, ein bild­schöner Junge, so ein Bursche war' mir gerade recht, und was der Knirps gut Takt hielt im Spielen. Und seine Muhme, hm, hm, keine üble Frau, gar nicht übel, nicht mehr ganz jung, aber wahr­haftig noch recht hübsch und munter, und ein recht liebreiches Ge­müth. Wie sie sich freute über den Bruder Lumps, und wie sie die kleine Krabbe so feurig küßte, und mich so freundlich einlud. Willst doch hingehen.

Werner führte seinen Vorsatz aus, fand bald Straße und Hausnummer der Frau der, und stieg nicht ohne einige Unbe­quemlichkeit, denn er war wohlbeleibt, die ziemlich steilen Treppen hinauf, wo er das liebende Kleeblatt fand, den Knaben essend und