WZ 8ö m
tt siel ihm jedesmal schwer, wenn er es nach beendigten Geschäften verlassen mußte. Es war nämlich das de« Herrn Engelhard, welcher ein Freund aller Künste war und stch vorzüglich der Kupferstecher«! widmet«, biS er Lurch die Schwäche seiner Augen sich genöthigt sah, ihr zu entsagen. In seinen späteren Jahren verbeiralhei« er sich glücklich mit einer sehr braven und verständigen Frau, und Beider wichtigste Beschäftigung bestand in der Erzie. hung ihres einzigen SvhneS, der etwas über 2 Jahre älter als Joseph war. Franz, (dieß war sein Name),
von seiner Geburt an zu einem Maler bestimmt, zeigte nicht geringe Fähigkeiten; aber lebhaft, leichtsinnig und zerstreut, wie er war, arbeitete er wenig und macht« keine scnderlich großen Fortschritte. Wie viele Kinder, so dach. te auch er nicht an die Opfer, welche seine Eltern seiner Erziehung gebracht hatten, und er verlor, verschleu,
derle, ohne sich weiter darum zu bekümmern, Bücher,
Eharten, Instrumente und andere dergleichen kostbare Sachen, welche seine Eltern mit Entsagung ihrer eignen Vergnügungen wieder ersehen mußten. Franz halle jedoch «in gute- Herz, und wenn er sich anstrengen wollte, so ging ihm jede Arbeit leicht von der Hand, und seine zärtlichen Eltern vergaßen dann seine früheren Fehler. Herr Engelhard sah anfangs dar freundschaftliche Verhältniß, das sich zwischen seinem Sohne und Joseph zu entspinnen schien, nicht gern, aus Furcht, dieses Kind, welches eine ver» nachläffigte Erziehung erhalten halle, möchte auf die Sitten seines Franz.einen nachtheiligen Einfluß haben; nachdem er sich aber von den guten Eigenschaften des kleinen liebenswürdigen Jungen genau überzeugt halte, sucht« er «ine engere Verbindung zwischen ihnen zu bezwecken.
Die beiden Knaben schlössen sich von Tag zu Tag inniger an einander an, und Joseph brachte jede freie

