erstarrt sind? Auch halle man zum Reisen eine andere Feil als den Dezember wählen können." „Dieß hat sich nicht anders machen lassen, weine liebe Tochter; die Geschäfte nöthigten mich dazu; übrigens wirst du noch erfahren, daß es Dinge auf der Welt giebt, die viel unerträglicher sind als d e Kälte. Cäsar sagte, wie du dich erinnern wirst: Es ist nothwendig, daß ich von bannen gehe, es ist aber nicht nothwendig, daß ich lebe." „Bei wichtigen Angelegenheiten kann man sein Leben wohl aufs Spiel sehen," meinte Cäcilie, „man wird aber, trotz ihrer Wichtigkeit doch nie' etwas Unmögliches zu Stande bringen, und übrigens glaube ich, daß unsere Geschäft« doch nicht so wichtig sein werden, wie die Cäsars waren."
„Was weißt denn du davon? siel ihre Mutter ein; die Wichtigkeit der Geschäft« ist verschieden; eS handelt sich bei mir zwar nicht darum, die Welt umzustürzen, was mir wenig Vergnügen machen würd«, sondern es handelt sich darum, «ine Anordnung, auf die dein Vater einen großen Werth gesetzt hat, zu vollziehen, dem Vertrauen, das er mir bezeugte, zu entsprechen, als er bei seinem Abgang in den Krieg mir alle seine Geschäfte übertrug; endlich darum, daß er bei seiner Zurückkunfk zufrieden sein kann, was zu meinem Glücke nothwendig ist: für dich handelt es sich darum zu zeigen, daß du mit Muth und Ausdauer Unannehmlichkeiten ertragen kannst. Dieß alleS ist nicht ohne Wichtigkeit; und dann, fügte Frau von Richard lächelnd noch hinzu, glaube ich nicht, daß wir Gefahr laufen, daran zu sterben."
„O nein! sagte Cäcilie ebenfalls lachend; aber ich versichere Sie, Cäsar hatte gewiß selbst eingestanden, daß eS in dieser Nacht sehr kalt war."
„3ch bin es überzeugt; aber glaube, daß wir, wenn

