18 sie jedoch in den Saal trat, sprang der Hund voll Freude sie wieder zu sehen, um sie herum, sie woll« ihn mit dem Fuß stoßen, besann sich aber schnell anders, und der Pfarrer, der dieß wahrnahm, sagte:Ich werde auf meine Schreibtafel schreiben, daß Spitzer keinen Stoß bekommen hak." Wenn Julie darüber lachte, so war dieß vielleicht eine unwillkühiliche Bewegung ihrer Lippen; ihre Bruder, die gerade ins Zimmer traten, lachten über das reizende Aussehen ihrer Schwester, worüber letztere sich sehr gegrämt, wenn der Pfarrer nicht gesagt hätte: Ich sehe wohl, Fräulein Julie, diese bösen Knaben da verdienen nicht, daß ich ihnen die Geschichte von der Prin. zessin erzähle» bis Sie dieselben ganz gebessert haben." Julie eilte in ihr Zimmer, wo sie sich umkleidete, aber nicht, wie man glauben sollte, ohne ihre Wärterin zu schelten, daß sie sich beeilen sollte, ihr zu helfen; so viel ist jedoch gewiß, daß ste, als sie in den Saal zurückkam, von ihrer Mutter wegen der Geduld, die sie bei dem Er. «ignisse bewiesen hatte, gelobt wurde, worüber sie errölhete.

So oft seit diesem Tage der Pfarrer auf das Schloß kam, fragte er Julien jedesmal, ob sie Nichts zu der Geschichte hinzuzufügen wüßte: manchmal senkte Julie den Kopf, wenn sie nichiS Gutes zu sagen wußte, ein an­dermal lachte sie, weil sie schon genug hatte. Bei diesen Gelegenheiten pflegte sie sich dann mit dem Pfarrer über

voll Schmutz, und halte sich daS «ine Knie ziemlich auf. geschlagen. Der Pfarrer führte sie ins HauS, und sie war nicht im Mindesten über diesen Unfall verdrießlich.

die Bersuchungen, denen sie ausgesetzt war, zu unterhat- ten; während sie aber dieselben erzählte, fand sie sie we- niger wichtig, als sie in dem Augenblicke geglaubt hatte, und sah besser ein, wie lächerlich es gewesen wäre, den­selben nachzugeben, was sie immer mehr in ihren guten