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und mit heiterm Tone sprach: „Nun, da wäre ich, Molly; unser Neffe liegt im Schlafrock, wohl verbunden, auf dem Sopha und liest im Räumer. Neben diesem geistigen würde ihm ein niaterieller Genuß gewiß zu wünschen sein; hast Du Befehl gegeben, daß er bald etwas zu essen bekommt?"
„Unmöglich," sagte Frau Molly zerstreut, „kann ich an Alles denken, auch würde es unpassend sein, mich jetzt noch in dies Gewirr der Küchenleute zu wagen. Dorothea muß das besorgen, wenn sie nämlich fertig ist."
„Sie ist es," entgegnete der Hofrath; „es scheint ein flinkes Mädchen zu sein, sie kam eben mit mir von der Treppe, und sah recht niedlich auS; auch kam sie mir größer und erwachsener vor, als im Anfange."
Eilig, mit Argusaugen die Eingangsthüre bewachend, näherte sich die Hofräthin der Eßzimnierthür, riß sie auf, und ertheilte der dort harrenden Kleinen die nöthigen Befehle; diese flog wie ein Pfeil in die Küche, und da sie dort Alles übermäßig, entweder nnt Arbeit oder mit Warten beschäftigt fand, ließ sie sich von der Köchin Bouillon in eine Tasse gießen, die sie in einem Seitenschränkchcn erspähet und schnell ergriffen hatte, stellte diese auf einen der Teller, von denen Casimir einen ganzen Stoß behütete, nahm einige feine Brötchen aus einem Korbe, und eilte die Treppe hinauf zu dem Leidenden. Es war ihr, als höre sie die Hausthür öffnen — nun wieder — nun wieder; sie beflügelte ihre Schritte und stand vor dem Lager des Vetters.
„Ah," rief dieser, und warf den Räumer weit von sich auf das äußerste Ende des Tisches, „fort mit allen Hohenstaufe»! Herrliche Thea, edler Rabe, der mich armen Ellas vom Hungertode errettet! Du bleibst doch bei mir?"
„Danke für Deine Schmeichelei, — nein, ich muß auf meinen Posten!"

