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daß im Englischen die Aussprache das Schwerste ist, und daß die Eng­länder besonders empfindliche, reizbare Ohren haben."

Alles Denken darüber erklärt noch nicht, warum Du vor seinen Augen tadellos dastehst?"

Tadellos bin ich nicht, aber ich bin eine Norddeutsche, spreche sp, st, >vie es die alten Angelsachsen thaten, folglich auch die Engländer thun! uns liegt dann das furchtbare th leichter auf der Zunge als den Schwabenkindern. Außerdem ist noch eine Kleinigkeit zu beachten, die End t und d genau auszusprechen, was wir im Deutschen nicht thun."

Sieh einmal," entgegnete Friß sinnend,warum sagt mir Mr. Bos- caven so etwas nicht? das wäre doch seine Schuldigkeit."

Das kann er nicht, weil er unsere Sprache nicht genug versteht." Höre, Thea, ich will doch einmal versuchen, Deine kleinen Ent­deckungen zu benntzey, und mich in jeder Pause meiner Beschäftigungen mit Dir einüben."

Längere Zeit nach jenem edeln Vorsätze erschien der Onkel uner­wartet in der englischen Stunde, und veranlaßte den Lehrer zu einer kleinen Prüfung, die sehr gut ausfiel.

Als Mr. Boscaven fich entfernt hatte, sagte der Hofrath freundlich: Ihr seid ja schon ein Paar firme Engländer, Ihr jungen Studenten, wie nett Ihr leset und sprechet! Und der insularische Accent ist bewun- derungswerth! Nun liegt in dem Resultate Eures Fleißes freilich schon sein schönster Lohn, doch möchte ich, als Euer Studiendirektor, Euch gern noch eine besondere Prämie austheilen! Ihr sollt, da nun der Herbst naht, Tanzstunden bei einem vortrefflichen Tanzlehrer haben, der kürzlich hier angekommen ist. Du, Thea, sollst diesen Winter in die Welt ein­geführt werden, deshalb mußt Du von Neuem tanzen lernen! Du, Fritz, hast eS eben so nöthig, Deine wilde Kraft zur Anmuth zu schmeidigen, und Du wirst ja künftig auch einmal als flotter Bursch tanzen, wenn