eines Herrn Willen so gut wisse, wie Konrad Weise, und ihn doch nicht thue, müsse doppelte Streiche leiden. Und dann sei er auch im Uebrigen nicht so gut bestanden, wie sonst immer, er habe sich aus Manches, was er früher gewußt, gar nicht mehr besinnen können.

Magdalene nickte traurig mit dem Kopfe:Das ist Dir schon recht," sagte sie,eS ist mir lieb, daß Dus merken, fühlen und sehen mußt, waS bei dem wüsten Wesen und den böse» Streichen herauskommt. Sieh, nun kannst Du Dich nicht einmal freuen, daß ich wieder besser werde."

,,O ja, meine liebe Muhme, das kann ich noch! Ich will ja schon lange wieder ein guter Schüler und Euer braver Sohn sein!"

Aber Konrad," fuhr die Muhme fort,was ist aus der Gras­mücke und dem Hänfling geworden, die du so schöne Melodiken hattest pfeifen lehren? Sind sie Dir weggeflogen, während ich krank war, oder sind sie gestorben?"

Nein, Muhme, ich habe sie verkauft. Försters Wilhelm war neulich bei mir, während Ihr schliefet und sagte, es seien zwei Herren aus der Stadt da, die wollten Singvögel kaufen, und da habe ich die beiden Böget verkauft, denkt nur, Muhme, für einen ganzen Thaler!" WaS hast Du denn mit dem Gelde gethan?"

Müllers Life," fuhr Konrad fröhlicher fort,sagte neulich, es sei am besten für Euch, zuweilen ein GlaS Wein zu trinken, nun bringt heute der Schulze dafür aus der Stadt welchen mit für Euch, da werdet Ihr bald wieder ganz stark sein."

Nun sehe ich'S wohl," sagte sie,indem ihr bleiches Gesicht sich röthete und ihre Augen feucht wurden, daß Du wieder mein Konrad bist, mein Freudensohn!"

Bald kam der Wein, und Konrad vergaß über der Freude, seiner Muhme davon einzuschenken, alle seine Trübsal. Aber vor den bösen

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