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intenbent Steinbrecher, und der ihr namenlose Herr Pastor, bei dem ihre Schwester gedient, ein und derselbe sei, bald zu einer zutraulichen Redseligkeit herab, in der sie ihre Lebensschicksale und Erfahrungen deS Breiteren vor ihm auskramte. Konrad spielte eine große Rolle in diesen einfachen Entwickelungen, seine Thaten und Meinungen, sein Fallen und Aufstehen, seine Vergangenheit und Zukunft, Alles breitete sie vor dem vielwilikommnen Hörer auS, und erschien sich selbst als wichtig und ehrenvoll in diesem geschichtlichen Vortrage.
, . „Jungfer Lene," sagte der Superintendent mit Bedacht und Nach
druck, als die Erzählerin auS Mangel an Athem eine Pause machte, „Ihr habt gehandelt an dem Junge», wie es einer christlichen Person geziemt, die ein Kind aufnimmt in Jesu Namen — aber thöricht, sehr thöricht seid Ihr doch!"
„Wie so?" stammelte die Erschrockene, die nichts weniger als diesen Nachsatz vermuthet hatte.
„Freilich," fuhr der Besucher fort, indem er aufstand, und mit einer Lebhaftigkeit, die fast Heftigkeit wurde, in dem Stübchen auf und abging, „von einer Person, wie Ihr seid, die von Kindesbeinen an mit nichts als der Nadel zu thun gehabt hat, kann man nichts anderes verlangen als Schneiderverstand; aber daß der Schulmeister, der Esel, vor seinen Augen dergleichen sieht, ja daß es ihm in die Hände gelaufen kommt, und er starrt drüber weg — daß auch der Pastor, ver blinde Blindenleiter..."
Das bodenlose Entsetzen in Magdalenens Gesichte hemmte hier den zornigen Eifer deS Redners, und erinnerte ihn an eine der ersten Regeln der Pädagogik, die Autoritäten zu ehren. Er faßte sich also zusammen, stellte sich vor seine Zuhörerin hin, schlug die Arme unter, und sagte gemäßigter, aber doch noch erschütternd und eindringlich: „Wem Gott ein Fünkchcn Mutterwitz oder Menschenverstand ins Gehirn gegeben hat,

