wohl an, wie mich das freute, sie sprach freundlich mit »lir über die Musik, wie die den Menschen besänftige, tröste, ermuthige, und da kamen denn alle meine Nöthe bald heraus. Wenn S weiter nichts ist, sagte sie liebreich. Du kannst ja hierher kommen, Weise, und Dich hier üben, bring Deine Note» mit, ich helfe Dir ein Biöchen. Sie fragte ihren Vater nicht einmal; denn, sagte sie, ich weiß schon, daß er damit zu­frieden ist. Und nun gehe ich alle Tage hin, und merke, daß ich ordentlich weiter komme. Gelt, Muhme, ich glaube jetzt, ivenn noch ein Paar Jährchen inö Land gekommen sind, so komme ich einmal her, und spiele hier in der Kirche die Orgel."

Konrad," rief die Muhme,ich glaube, eS rappelt Dir!"

Nein, Muhme, daS muß ich ja können, wenn ich Schulmeister werden will."

Aber," fing Magdalene wieder an,alles das thun die guten Leute für Dich, und Du thust nichts wieder?"

O ja," rief Konrad fröhlich,etwas wohl, sonst würde mir das Herz gar zu schwer werden; aber freilich lange nicht genug. Der Herr Superintendent giebt mir oft etwas abzuschreiben, zu rechnen, oder ich schneide Feder» für Fräulein Emma, oder schreibe Noten ab für sie. Oft arbeite ich auch, wenn ich tüchtig gelernt habe, im Garten des Hochwürdigen oder des Herrn CantorS, und beim Heuen habe ich ordentlich meine» Mann gestellt. Den nächsten Winter soll ich auch dem Schul­meister in der Schule helfen, und die Kleinen vornehmen; aber dann werde ich wohl nicht so oft hierher kommen können, Muhme!"

Magdalene seufzte; aber sie freute sich vorerst als Konrad weg­gegangen war, aufs nächste Mal, und so fort, so daß ihr die Zwischen­zeiten der Abwesenheit ihres lieben Jungen wie stille, dunkle Schatten­thäler waren, und die Tage seiner Anwesenheit wie helle Bergkuppc». Und wie lange leuchteten die nicht weit hinein ins nächste Thal! Alles,

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