Vier begaben sich schnell gehorsam zu ihrem Vorgesetzten, der sie in ernster Haltung mit strengem Stirnrunzeln empfing.
„Ihr habt Euch," sagte er ohne weitere Begrüßung, „meine Abwesenheit zu Nutze gemacht, um die Euch wohlbekannten Gesetze dieser Anstalt zu übertreten; ein solches Verfahren ist eben so verwerflich als strafbar! Ihr wollt Lehrer des Volks werden, Ihr verlangt Gehorsam von Euern Schülern, und seid selbst ungehorsam!"
Konrads Gefühlten blickten in sichtbarer Angst zu Boden, er selbst hatte gern gefragt, was er gesündigt, doch hielt ihn die Ehrfurcht davon ab, auch dachte er, es würde wohl eine specielle Anklage folgen. „Ihr seid mehrmals entweder Abends zu spat nach Hause gekommen, oder Ihr habt Eure Freistunden auf eine ungebührliche Weise ausgedehnt, und darüber den Unterricht und die Arbeiten versäumt, um derentivillen Ihr hier seid!"
Nun wendete sich der Inspektor an den ersten Seminaristen, ihn naher auszufragen, und dieser gestand mit vielen Entschuldigungen, er sei in Gesellschaft gewesen, man habe getanzt, und er habe darüber die Zeit vergessen. Er kam mit einem scharfen Verweise davon. Auf den andern Beiden lastete ähnliche Schuld, Spiel, Tanz, ein Gläschen über den Durst; sie wurden mit Verweisen und leichte» Strafen entlasien.
„Was werde ich von Dir hören müssen, Weise," sagte der Inspektor ernst, fast traurig, „Du hast eine Freistelle, einen wacker» Beschützer, der Vertrauen zu Dir hat, Du hast einen so guten Anfang gemacht, und Du wirst auch leichtsinnig und undankbar!"
„Ich?" stotterte Konrad.
„Ja. Du; zweimal bist Du Abends zu spät wiedergekonimen, und viermal hast Du ein Stück Deiner Arbeitsstunden versäumt." Konrad bekannte sich zu diesen Uebertretungen und gab die Ursache davon an; er erzählte die Geschichte des kleinen Johannes mit solcher Wahrheit und
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