brach gelegen hatten, auf die Ueberwindung des Bösen durch Gutes, sie mußte endlich siegen.
Die Veränderung in ihr war auffallend! lange sträubte sich die ungerechte Mutter, sie anzuerkennen, doch auch sie konnte der liebevollen Gewalt deö neues Geistes in ihrer Tocheer endlich nicht widerstehen. „Hannchen ist wirklich jetzt ein ganz gutes Mädchen," sagte sie, „das unartige Kind ist endlich vernünftig geworden."
Konrads Stunden in diesem Hause gingen fort, die größte Schwierigkeit mit Benno war vorüber. Hannchen hing mit begeisterter Verehrung an ihrem Lehrer, ihrem Führer zu Licht und Lebe», wie hätte er sie nicht lieben solle»? Er ward sich dessen nach und nach bewußt, Beide fühlten sich vereint, ohne diesem Gefühl bestimmte Ausdrücke gegeben zu Habens Konrad sprach erst, als ihm eine Stelle an der Schule einer kleinen Stadt angeboten wurde, da legte er ihr die große Frage vor, und gewann sich die Neue fürs Leben.
Hannchens Vater, ein untergeordneter Beamter, hatte ihr nur wenig hinterlassen, der Vormund und die Mutter fanden es natürlich, daß die fast Mittellose wenig Ansprüche mache, und so ließ man die Tochter ziehen.
Es war ein Festtag im vollen Sinne des Wortes, als das junge, selige Paar in der Kirche zu Feliinghausen von Gabriel Steinbrecher getraut ward, als die beiden Freunde Konrads als Beistände und Magdalene als Mutter erschienen. Magdalene war fast seliger als die Vermählten, Alles uni sie her war Herrlichkeit! sie erkannte den strengen Herrn gar nicht wieder in dem heitern Festgeber Steinbrecher, und er nannte sie immer: Mutter Magdalene, Mutter Farthinger!
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