helfen, ich könn sehr gut Brotschnitten rösten, Schinken schneiden und Eierkuchen einrühren, sie wollte mir das aber nicht erlauben und sagte, Kinder gehörten nicht in die Küche, sondern auf die Schulbank. Wie abgeschmackt! Ich kann doch nicht Abends auch in die Schule gehen? Da ward ich böse, und lies; meinen Aerger an dem Thurme auS. Ich wills nicht wieder thun, liebe Mutter!"

Die Mutter nahm das Geständnis und Gelübde an, und fragte dann:Warum seid Ihr nicht zum Vater gegangen? er erlaubt Euch ja sonst oft in seiner Stube zu arbeiten ja, wenn ich nicht irre, sagte er diesen Mittag, er wolle Abends mit Euch Beiden zu mir kommen, und unö eine hübsche Aetnareise vorlesen?"

Ja wohl," rief Malwina seufzend,ich hatte mich so darauf gefreut; der Vater liest so schön, und erklärt Alles, was man nicht verstcht, so prächtig aber das ist für heute nichts. Der Vater ging vorher dnrch die Kinderstube, und sagte mit ernstem, ja fast aufgebrachtem Tone: Malwine, es wird heute Abend nicht vorgelesen, ich gche aus,

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chen wollte es ihnen nicht verbieten; denn, sagte sie, Lina dürfe ihrer kranken Augen wegen nicht weinen, man müsse ihr den Willen lassen. Nach einiger Zeit fiel mir mein großer Baukasten ein, den holte ich, und gab ihn den Kindern zum Spielen, da gingS eine Zeitlang besser; plötzlich aber kam Therese herein, und als sie sah, daß die Drei eben einen herrlichen Thurm fertig hatten, sagte sie hitzig: Nun will ich ein­mal ein Erdbeben machen! stampfte auf den Boden und der Thurm fiel um. Da gab's denn noch ärgeres Geschrei als vorher. Wie kann man nur dabei arbeiten?"

Die Mutter sah Therese zürnend an, diese sah auf die Erde, faßte der Mutter Hand, und sagte entschuldigend, indem sie ihre ehrlichen braunen Augen zu ihr erhob:Ja, lieb' Mütterchen, ich habe Unrecht gethan, verzeihe mir! Aber ich >oar ärgerlich. Ich wollte der Köchin