melte mit seinen dicken Händchen auf dem Schachteldeckel herum,will ich wohnen!"

Nein ich!" rief Lina in gereiztem Tone.

Soll ich denn immer in Regen und Wind unter den Bäumen liegen?" sagte Carl erstaunt.

Welch ein Unsinn!" rief Malwina, während Therese auf die Kleinen hineineiferte:Wartet doch erst, bis Ihr das Haus habt!"

In dem verworrenen Lärm, der aus diesem Durcheinander entstand, hatten die Geschwister ei» leiseS Klopfen überhört, daS jetzt etwas ver­nehmlicher wiederholt wurde. Malwina bemerkte es endlich, ging und öffnete die Thür. Eine junge, weibliche Gestalt in schwarzem Tuch­mantel, schwarzem Hut und Schleier, stand vor der Oeffnenden, sah diese erröthend an, und fragte leise:Bin ich hier recht bei Frau Con- ring?"

Ja, die wohnt hier," antivortete Blalwina, indem sie die Fremde eintreten ließ.

Könnte ich sie wohl sprechen?" fragte diese schüchtern weiter. Wen darf ich meiner Blutter nennen?"

Ich heiße," sagte die Fremde noch tiefer erröthend,Jda Mellow." Malwina fuhr in die Höhe, warf einen großen Blick auf die Neu­angekommene, und eilte pfeilschnell in ihrer Mutter Zimmer.Mutter, Mutter," rief sie,Fräulein Jda Mellow ist da, sie wünscht Dich zu sprechen. Sie kommt eben an, und zu Fuße."

Bon der Post doch wohl!" sagte die Blutter in einiger Auf­regung, raffte sich vorn Sopha auf, und schritt nach dem Borzimmer hin, der Angekommenen entgegen. Da stand Jda, noch auf demselben Flecke, mit der Bänglichkeit des Dloments kämpfend: die Kinder, sämmtlich im tiefsten Schweigen, bildeten in einer kleinen Entfernung von ihr einen Halbkreis von Gaffern, welche das edle Handwerk des Anstaunens mehr

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