fand er seine Frau, wie gewöhnlich, im Sopha zurückgelehnt, Laichen neben ihr, eifrig stickend. Mariannens Gesicht zeigte einen befriedigteren Ausdruck als sonst wohl, am Zische der Kinder, mitten unter ihnen, saß Ida, sie hatte den Kleinen auö der Schachtel ein Spiel eingerichtet, fragte dabei auf geschickte Weise die Erklärung über die Baumgattungen, die sie gegeben, wieder heraus, ließ sich's auch nicht verdrießen, daß Paul Ahorn und Eiche, Lina Fichte und Tanne mehrfach verwechselten, sondern machte die Fehlenden auf die besondern Kennzeichen des Stammes, der Blatter und Nadeln aufmerksam. „Gottlob," murmelte Conring, „sie hat in ihrem Stadtleben doch Zeit gefunden, sich mit der Waldnatur bekannt zu machen und zu befreunden." Dann malte Ida den Kindern eben aus, wie Carl und Lina im ersten Stock des künftigen Waldhauses wohne» sollten, und Paul unten. „Warum den» ich unten?" fragte dieser verblüfft.
„Du fielest gleich von der Treppe," sagte Ida. „Aber ich besuche Euch zuweilen, und lasse Dich von zwei oder drei Stufen springen."
Damit war Paul zufrieden und völlig getröstet über seinen niedern Standpunkt.
Jetzt trat der Vater näher, und fing an die Kinder feierlich nach den Baumarten zu prüfen, und da sie ziemlich gut bestanden, versprach er, das Haus solle nächstens erscheinen, dämpfte aber ihren Jubel gleich wieder, indem er sie zu Bette trieb.
„Mama," rief Paul, „Du hast immer gesagt, ich und Lina, wir sollten in Mellows Stube schlafen, nun mußt Du auch dabei bleiben, und mein Gitterbett muß gleich hin! Mellow soll mich zu Bett bringen, ja, Mama, nicht?"
„Wirklich dachte ich," sagte Marianne, „Ihnen mit der Sorge für die beiden Kleine» Nacht- lästig zu werden, Fräulein Mellow — Carl

