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in wenigen, lebendigen Zügen ein Bild von dem leidenden Zustande seiner Frau, ihrer daraus folgenden öfter» Verstimmung, Gedrücktheit und Gereiztheit, und bat sie, daS immer bei Allem, was diese sage oder thue, in Anschlag zu bringen. Jda hörte mit theilnehmender Miene seine Eröffnungen an, und versetzte sanft, ihr seien solche Zustände nicht fremd, indem ihre selige Mutter viele Jahre in nervösem Leiden und tiefer Niedergeschlagenheit verlebt habe.

Und da," sagte Conring freundlich, .sind Sie ihr Stütze und Trost gewesen; nun, ich hoffe, Sie werden eS auch und sein!"

Therese rief hier zum Thee, doch Jda wandte sich schnell zu Paul, ihm ihre Hände entgegenstreckend und flüsterte:Komm, Paulchen, ein­mal springst Du noch!" Jauchzend flog daS Kind von der Höhe und die Vier eilten zur Mutter.

Von einem Lehnstuhle neben Mariannens Sopha erhob sich eine lange, hagere Frauengestalt mit einem verwitterten Gesichte, einer tiefen Haube und einer Brille; sie entfernte diese, legte sie aus einen Korb mit Tapisseriearbeit, und nahm mit steifer Haltung und bedenklicher Biiene die Fremde in Augenschein, die Conring ihr vorstellte; er nannte Jene dann auch:Meine Tante, Fräulein Eulalia Conring." Diese sagte nichts, und begnügte sich damit, eine steife Verbeugung zu machen, worauf sie wieder über ihre Arbeit herfiel.

Jda hatte einen Theil ihrer Schüchternheit überwunden, sie bat um Erlaubniß den Thee zu machen, und führte dies Werk mit ruhiger An­muth aus. Die Kinder, auch die kleineren, baten da bleiben zu dürfen, Jda richtete ihnen einen besondern Tisch ei», theilte ihnen Milch und Brot aus, und spendete auf der Mutter Geheiß jedem etwas Kuchen vom Theetische. Die Unterhaltung ging dabei in erträglicher Blüthe fort, Jda sagte nicht viel, doch sie sprach ruhig, sanft und verständig. Conring wurde bald abgerufen; als er nach einer Stunde etwa wiederkam,