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„Nein, nein," rief Paul eifrig, rückte in die Mitte und legte sein dicke? Händchen zagend in Agathens Seite.
„O, Deine Kleider sind ganz zerrissen!" rief er erstaunt.
„Das kommt davon," erwiderte Agathe lachend, „daß ich so wild im Walde umhergesprungen bin."
„Thäte ich's, ich würde gescholten," bemerkte Paul altklug.
„Das habe ich auch schon gegen mich selbst besorgt," versetzte Agathe lustig, und so in Scherz und Heiterkeit zogen die Drei den Hügel hinan, und in allseitiger Freundschaft.
Als Alle im Schlosse angekommen waren, erklärte Conring, daß FrühlingSluft und Reisemühen seine Frau so angegriffen hätten, daß sie sogleich die Ruhe suchen müsse, auch die drei jüngern Kinder würden im Bett am Besten aufgehoben sein, die beiden Damen aber mit Malwina und Therese werde er beim Abendessen wiedersehen, und Jene» dann Weiteres von ihrer Ausflucht mittheilen. Damit führte er die leidende Marianne, die nur wortlos ihren beiden Gehülfinnen die Hand hinstreckte, in ihre Zimmer ab.
Agathe ging mit ihren beiden Zöglingen, die in stummes Erstaunen versunken waren, gradezu in Jdas Zimmer, und fragte sie, was der große Arzt der Mutter vorgeschrieben, und was er zu den Kindern gesagt habe? Beide, besonders Malwina, hatte» einen tiefen Eindruck empfangen von der Persönlichkeit des berühmten Mannes; seine Augen, seine raschen, treffenden Worte, sein vornehm einfaches, heiteres Benehmen, hatten sie gefangen genommen; doch schien eine gewisse Furcht und Scheu aus jedem Ton ihrer Beschreibung durch. Von dem Ergebniß der Con- sultation wußten sie indeß nur wenig, und nur Verworrenes zu berichten.
„Die Berathung mit der Mutter dauerte schrecklich lange," sagte Malwina, „wir durften nicht dabei sein, gingen indeß im Garten spazieren, langweilten uns sehr, und hatten noch tausend Noth mit den

