Herr» Altner und des John Monthley statt. Agathe empfing sie mit lieblicher Freundlichkeit und Gewandtheit, und übertraf sichtlich die Erwartungen der beiden Fremden.

Jda eilte auf eine» Wink der Frau Conring ins Haus, um Vor­bereitungen für das Abendessen zu treffen, Agathe mußte indeß erzählen, und gab mit Feuer eine Uebersicht ihrer Reisefreuden, die Kinder hingen an ihr, Alle horchten mit lebendiger Theilnahme.

Was ist daS," dachte indeß Jda mitten in ihrer Arbeit,habe ich mich doch so innig gefreut, meine herrliche Agathe wieder zu haben, freue ich mich doch auch jetzt; woher nur die dumpfe, immer wachsende Angst in meiner Brust, grade so wie bei Agathens erstem Ankommen?" Sie hatte keine Zeit über die Lösung dieser Frage nachzudenken, sie ward bald hierhin, bald dorthin gerufen, da war das Abendessen, die Kinder, für innere Forschungen blieb da keine Zeit. Und nun gar spater, als sie endlich allein in ihrer Stube saß, schlüpfte Agathe herein, und war so ganz Zärtlichkeit, Theilnahme und Hingebung, daß Jdas Herz sich erweitert, froh und leicht fühlte, und als Agathe sie nach einigen glücklich verplauderten Stündchen verließ, mit Dank und heitern Zu­kunftsbildern entschlief.

Am nächsten Tage wurden Pläne und Einrichtungen für Herbst und Winter gemacht; denn es war nun entschieden, daß Eonrings auch den Winter auf dem Lande verleben, und nur zuweilen in die Stadt fahren wollten; Alle, sogar Marianne, schienen den Gedanken liebgewonnen zu haben, und sahen heiter darauf hin. Der junge Engländer nahm an manchen Stunden Theil, die Agathe ihren ältern Zöglingen gab; da­gegen vereinte Altner diese Drei zur Religionsstunde, und nahm auch Carl unter seine besondere Aussicht und Lehre. Seine Schüler und Schülerinnen liebten und fürchteten ihn, und so bestimmte ihn seine Per­sönlichkeit zum Lehrer. Eine schlanke, gewandte Gestalt, von mittler