selben erhellte sanft den kleinen Raum, mit dessen sanfter Wärme sich ei» lieblicher Veilchenduft mischte. Einladend gepolsterte Stühle, ein trauliches Sopha, darüber an der Wand das Bild eines schlafenden Kindes; Alles gehörte durchaus zusammen, Alles war wohlthuend und beruhigend. Geschäftig wickelte die Pflegerin jetzt die erschöpfte Kranke auS dem Alante!, umschlang sie mit mehr Kraft, als man ihr hätte zutrauen sollen und legte sie sanft ins Bett. Die Kranke athmete hoch auf, faltete die Hände und brach in Thränen auS.Sein Sie ruhig, liebe Antonie/' tröstete Regine,Ihre Leiden sind vorüber, es wird besser mit Ihnen werden, Sie werden genesen!"

Aber womit habe ich dies Alles verdient? Sie thun mehr für mich als eine Mutter. Wle ist es möglich?.. Woher wußten Sie?..

Blein liebes Kind," flüsterte Regine,quälen Sie sich nicht mit unnützen Fragen! Die Sache ist ganz einfach. Der, nach welchem wir unS nennen, sagt: Liebet Euch unter einander; wundern Sie sich, wen» ich strebe, seinen Worten gehorsam zu sein? Ich hatte in Erfahrung gebracht, daß es Ihnen sehr übel ging, daß Sie in Krankheit und Ver­lassenheit dalägen; verdiente ich eine Christin zu heiße», wenn nicht das: So gehet hin, und thut desgleichen, mir in Ohr und Herz getönt und mir Fuß und Hand geregt hätte?"

O, treue Samariterin!" rief Antonie, umschlang die Ehrwürdige und iveinte an ihrem Herzen.

Denken Sie, ich sei Ihre Mutter," fuhr die Beschützerin heiter fort,und nehmen Sie meine Pflege, und alle kleinen Hülfen, die ich Ihnen aus gutem Herzen biete, als ein einfaches, harmloses Kind an. Später wollen wir dann die Vergangenheit uns klar machen, über die' Zukunft uns berathen. Sie sollen nicht immer gepflegt werden," fügte sie hinzu, indem ei» schelmischer Strahl auS ihren Augen brach.Sie sollen auch wieder ausstehen, leben und arbeiten. Aber jetzt nicht von

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