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nicht imponiren r Ihre Kenntnisse, eine geivisje Erfahrung mit Menschen, und vorzüglich mit Kindern umzugehen, Festigkeit und Energie
„Ach, das Alles geht mir ab," rief Antonie traurig. „Ich bin achtzehn Jahre alt, bei meinem Vormunde in Abgeschiedenheit, in gedrückten Verhältnissen erzogen, woher sollte mir Energie und Selbstgefühl kommen? Mein Vormund eröffnete mir vor einem halben Jahre, das kleine Erbe meiner Eltern sei jetzt verbraucht, er habe mich gut unterrichten lassen, ich spreche Französisch, spiele Clavicr, wisse mancherlei; nun fehle mir nur noch eine Stelle als Gouvernante, diese habe er mir auch verschafft, ich komme zu Frau von Rudern."
„Freuten Sie sich auf diese Gelegenheit, zu wirken und in die Welt zu treten, liebe Antonie?"
„Ich war iin Anfange sehr erschrocken, doch ergriff mich nachher auch wohl Neugicrde zu sehen, wie das Leben in einem so reichen, vornehmen Hause sich gestalten möge; bald aber wurden alle meine Erwartungen getäuscht; die Stunden, die ich geben, die beständige Aufsicht, die ich über die Kinder führen musste, waren mir eine schwere Last, und dazu noch die lieblose, rücksichtslose Behandlung.
„Ich dachte es wohl," sagte die Matrone sinnend, und sah Antonie liebevoll bedauernd und zugleich durchdringend an, „es ist Ihnen schlimm ergangen; aber Sie sind auch gar nicht zur Erzieherin gemacht."
Es war Antonie bei diesen Worten, alö befreie man sie von einer schweren Last, doch gleich darauf rief sie erschrocken: „Was soll denn aus mir werden'?"
Fräulein von Wingold nahm das arme Mädchen vertraulich in ihre Arme und sagte: „Willst Du das auf mich legen, mein Kind? Sieh, etwas thun mußt Du, und etwas Ordentliches, sonst kannst Du nicht glücklich sein; ich werde Dir vorlegen was, und Du wirst dann die Freiheit haben, zu wählen und zu verwerfen."

