die Sie doch die Güte selbst sind, mir nicht auch dazu helfen, Ihnen solche Freuden zu bereiten?"
„Weil Du es nicht kannst," erwiderte sie ruhig.
Er antwortete in vielen weitläuftigen Demonstrationen, welche mit der Betheuerung endigten: „Ich habe von jeher eine grausame Lust zum Studiren gehabt!"
„Aber Deine Motive zu dieser Lust taugen nichts, mein Kind!" antwortete sie scharf, „Du mußt einen andern Weg einschlagen." „Welchen denn?" fragte er traurig und verlege».
„Ich würde Dir rathen," entgegnete sie etwas spöttisch, „commis vovageur zu werden, die Suade dazu hast Du völlig."
Erhard, seinen Gefährte» freundlich ansehend, rezitirte:
Euch, Ihr Götter, gehört der Kaufmann; Güter zu suchen Geht er, doch an sei» Schiff knüpfet das Gute sich an.
„Recht so," rief Regine, „überlege das, Wilibald!" Sie wollte noch mehr hinzusetzen, doch ein neuer Gast trat ein und zog ihre Aus merksamkeit auf sich. Es war ein Mann in der vollen Kraft des Lebens, mit intelligentem Ausdruck und heiterm Wesen; seinem Erscheinen »nd seiner Tracht nach hätte man ihn für einen Beamten, oder einen Gutsbesitzer halte» sollen. Alle erhoben sich freudig und begrüßten ihn als lieben Bekannten, Regine stellte ihn Antonie vor: „Herr Inspektor La» dau," und nannte dann diese: „Fräulein Antonie Werner, ein neuer Gast meines Hauses, ein neues Kind meines Herzens!"
„Also eine neue Schwester," sagte Landau, „die uns unsre Blutter giebt. Ich habe viel mit Ihnen zu besprechen, gnädige Frau," fuhr er fort, „vorzuschlagen, Rechenschaft abzulegen, zu berathen ..."
„Schön, wie gehen unsre Sachen?"
„Im Ganzen erwünscht; über die Gartenaulagen werden Sie sich freuen, der neue Gärtner versteht seine Sache."
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