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Ich wußte es wohl, ich habe keinen Bock zum Gärtner gesetzt, sonder» einen Hirten. Aber wie hat Ihre hübsche, kleine Frau den langen, ländlichen Winter überstanden?"

Wunderbar gut; sie versteht sich mit der Wirthschafterin herrlich, ist jetzt immer fröhlich und thätig; ich habe eine große Anzahl Käse, von ihren eigenen Händen fabrizirt, mitgebracht, die morgen den Markt ver­schönern sollen. Meine Frau und wir Alle bitten sehr, daß Sie bald hinaus kommen wollen, liebe, gnädige Frau!"

Das will ich gewiß in den ersten Tagen."

Jetzt wurde das Gespräch allgemein, Regine wußte die verschiedenen Elemente in den besten Einklang zu stimmen, indem fie die Interessen eines Jeden zur vollen Geltung brachte, und Jedem Antrieb und Freiheit gab, seine Ansichten auszusprechen, seine Schätze ans Licht zu bringen. Auch Antonie, der eine solche Geselligkeit etwas ganz Neues war, fühlte sich von dem reizenden Strome fortgerissen, vergaß ihre düstre Ver­gangenheit und alle Schmerzen ihres Krankseins.

Die Zeit unsrer Genesenden ist bald um," sagte endlich Regine mit einem Blick auf die Uhr,wir müssen sie, die wir auf unbillige Weise aufgeregt haben, erst noch durch etwas Musik beruhigen. Angelika, gieb unö etwas Gutes, und dann, Ihr Kinder, singt uns einen kräftigen Gesang, etwa: Eine feste Burg ist unser Gott!"

Angelika spielte eine Symphonie von dem liebenswürdigen Haydn, mit tiefem Verständniß und ausgezeichneter Präcision, dann vereinten sich Alle, auch der Inspektor, um das Instrument, die einfach große Compo- sition Luthers zu singen.

Während die letzten feierlichen Töne erklangen, führte Regine ihren neuesten Schützling weg, es war die höchste Zeit. Antonie. in Thränen aufgelöst, hing sich an ihren Hals und rief:O Mutter, ich bin in ein neues, seliges Leben gekommen!"