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fache Gedanken zu verarbeiten, in stillem Sinnen fuhren sie durch den Frühlingswald, von freudigen Vögelstimmen begleitet.
Gegen Mittag hielt daS Wägelchen vor einem einsam gelegenen Försterhause. „Hier," sagte Regine, „wollen wir unser Pferdchen verschnaufen und füttern lassen, und unS zugleich auch ein wenig stärken." Sie bestellte ein einfaches Mittagsmahl, das ihnen unter den Bäumen aufgetragen wurde, und das sie in lebhaften Gespräche», welche Regine mit mancher heitern Bemerkung würzte, niit Muße vollendeten.
Regine führte Antonie auf ihre Kindheit und erste Jugend, und ließ sich viele Einzelheiten davon berichten. „Von ländlicher Freiheit hast Du noch wenig geschmeckt, wie eS mir scheint?" sagte sie.
„Ach, sie ist mir ganz neu, doch immer meine Sehnsucht gewesen," rief Antonie eifrig, „ich pflegte mir, da wir auch nicht einmal ein Gärtchen hatten, immer einige Blumenstöcke im Zimmer, sie gediehen stets herrlich, und ich hatte eben Alles im schönsten Flor, unter andern ein Myrthenbäumchen mit drei und dreißig Knospen, als ich zu Frau von Rudern mußte ■— da hab ich Alles weggeben müssen!" sie seufzte.
„Nun, zu solchen Freuden kann wieder Rath werden, lächelte Regine, „Du kannst ein wenig auf Borch bleiben, die Anlagen sind weit läuftig, der Garten schön, auch wird Dir die Beschließerin in Haus und Garten manche Beschäftigung anweisen können; sie ist kräftig, wacker und gebildet auch der Jnspector und seine Frau sind es. Du wirst Dich mit ihnen schon vertragen..
Antonie sah sie flehend an. „Wenn Du mich mit diesem schmachtenden Blicke meinst," fuhr Regine fort, „so kann ich zu Deiner Beruhigung Dir versichern, daß ich im Frühling und Sommer sehr oft nach Borch hinausfahre, und oft Woche» lang dort bleibe, bis mich mein unruhiger Thätigkeitstrieb wieder in die Stadt drängt. Ich will Dich ja nicht verstoßen!"

