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So Gott will, ja, mein Kind," entgegnete diese,die Anfange hatten wir, Freiheit und frische Kraft; aber das Weitere muß der Vater uns auch noch geben. Er wird es!"

Nach einigen Tagen, die Antonie theils in leichten Beschäftigungen, Spaziergängen im Garten, und im Verkehr mit den so verschiedenen Hausgenossen, die eine so liebevolle, heiter strebende Familie bildeten, aufs Lieblichste verflossen waren, schlug ihr die Hausmutter vor, sie bei einem AuSfluge aufs Land zu begleiten, der ihr sicherlich kräftigend und heilsam sein werde. Antonie war gern dazu bereit.

Ein bescheidener Einspänner nahm die Frauen am andern Btorgen auf, und brachte sie bald über die Herrschaft der Stadttuft hinaus. Es war einer von jenen siegreichen Frühlingstagen, wo Alles sichtbar sproßt und treibt, wo man Alles ringsum grünen und blühen sieht. Der Wagen war zurückgeschlagen, die kosende Luft umgab sie; der glänzende Himmel über ihnen, die Welt voll neuem Leben um sie her Alles erhob die beiden Reisenden zu Entzücken und Andacht. Antonie weinte, ihre Gefährtin, kräftiger und in ähnlichen Eindrücken schon heimisch, ge­noß sie mit einer seligen Befriedigung, indem sie von Zeit zu Zeit einen dankbaren Blick hinauf warf, als wenn sie ihr inniges Einverständniß mit dem Schöpfer dieser Herrlichkeit damit kund thun wollte.

Bald kamen sie aus der hellen, offnen Gegend ins Gebirge, der grüne Schleier des sprossenden Laubwaldes hüllte sie ein, Antoniens Aufregung besänftigte sich etwas, sie verfiel in ein tiefes, träumerisches Sinnen. Viele äußere Räthselfragen waren ihr gelöst, doch der Kern derselbe» war ihr noch dunkel. Was bewog diese mächtige Frau, an deren liebevollen Absichten sie nicht zweifeln konnte, alle diese Dienschen, die ihr eben so wenig als unter einander verwandt schienen, um sich zu vereinigen? Und woher nahin sie die wunderbaren Biittel äußere und innere, um solches zu bewerkstelligen? Auch Reginc schien mannich-