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Regine küßte sie mit Inbrunst. „Mein theureS Kind," rief sie, „ich danke Gott, daß er Dir daS klar gemacht hat. Du wirst meine Werke vollenden, und ich kann nun in Frieden mein Haupt zur Ruhe legen, da ich meine Kinder an Deinem Herzen weiß."
„Noch lange nicht," bat Adelheid, „ich bin noch eine unwissende Neulingin. Weihe mich ein in Deine Weisheit, ich will mit Eifer lernen!"
„Gut," sprach die Mutter freudig, „von heut an bist Du meine Gehülfin."
„Aber," wandte der Vater ein, „Regine hat einen Helfer neben sich gehabt, der ohne Ruhm zu melden, nicht zu verachten war, noch ist — den hast Du nicht!"
„Dich habe ich, und werde ich haben, mein lieber Vater!"
„Nicht immer," versicherte er, „und einen Bruder hast Du nie gehabt. Deshalb wähle Dir einen andern Gefährten, der Dir ein Helfer sei, wie Du ihm eine Helferin!"
„Wenn Gott mir einen zuführt, will ich ihn nicht verwerfen," sagte Adelheid sanft; „aber — waS mir auch beschieden sei," fuhr sie freudig fort, „Eins weiß ich, es ist Sein Wille und Sein Ruf: Ich werde eine Helferin!"

