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strebt, seiner Werth zu sei»; jetzt kenn bald in seiner Nähe eine Leere, ein Unbefriedigtsein in ihr Herz, sie fühlte sich enttäuscht, sie ward bleich und traurig. Doch nicht lange dauerte dieser peinliche Zustand, sie kämpfte sich heldenmüthig durch, und kam endlich, leidend und erschöpft, aber in stiller Ergebung zu ihren Eltern, trat vor sie hin und sagte tonlos' Vater, Mutter, ich habe Hilmar gesagt, daß ich die Seine nicht werden kann! Nicht wahr, Ihr seid derselben Ueberzeugung?"

Die Eltern nahmen die Weinende in ihre Arme auf, und gaben ihr den vollen Trost ihrer Liebe und Billigung. Sie erzählte ihnen nicht, wie schwer er es ihr gemacht, diese Entscheidung durchzuführen, daß er bitter geworden und hingeworfen hatte: Freilich, jetzt ist der simple Maler, der ein armer Schornsteinfegerjunge war, der hochgebornen Erbin, der Freiin von Wingold, zu schlecht, sie schüttelt ihn ab!

Du glaubst das selbst nicht, was Du sagst, Hilmar," hatte sie schmerzlich erwidert,ich bin ein Seiltänzermädchen gewesen, es ist mir wie Dir zum Besseren geholfen worden, darin sind wir gleich. Aber unser Sinn und Streben, unser Weg und Ziel sind entgegengesetzt, wir können keinen Bund für Zeit und Ewigkeit schließen."

Hilmar reiste bald wieder ab, er kehrte nach England zurück, wo seine Kunst Bewundrer fand und ihm reichen Gewinn brachsx. Adelheid trauerte noch lange, doch sie erhob sich endlich, eine sanfte Röthe erschien wieder auf ihren Wangen, in ihren Augen ging ein noch schöneres Licht auf, als das frühere, das Licht des Sieges.

An einem Frühlingsmorgen kam sie heiter zu den beiden alten Ge­schwistern, die auf einer Gartenbank sich sonnten, setzte sich in ihre Mitte, und sagte, ihren Arm um ReginenS Hals legend:Mutter ich habe jetzt meinen Beruf erkannt, und ich bin sehr glücklich darüber." Regine sah sie fragend an.Ich will Dir nachfolgen, ich will eine Helferin werden! Nimm mich in die Lehre!"