„Bei meiner Seele," rief Reynie, „das Mädchen beschämt uns. — Wer war der Räuber des Kindes?"
Die Kammerfrau drängte sich vor.
„Eine Frau, die das Gesicht hinter einer Maske verborgen hatte, riß das Kind der Amme vom Arme," er- ählte sie.
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„So soll ich Schuld an Allem sein?" fragte das Mädchen heftig.
„Durch Dein unsinniges Schreien und Klagen in der Mitte von Leuten, die jede Gelegenheit ergreifen, um Unheil zu stiften," erwiderte Mouton. „Klage um Louis so viel Du willst, aber nicht auf Gaffen und Märkten."
„Oheim," erklärte das Mädchen entschlossen, „Louis muß gerächt werden, und sollte ich dabei untergehe». — Doch ist der Herr hier wirklich unschuldig?"
„Thörin," zürnte Lecoq, „kann ein Vernünftiger so fragen?"
„Und man sagte vorhin, hier sei ein Kind geraubt?" fragte das Mädchen.
„Des Marquis einziges Kind," erklärte Mouton. „Und von wem?" forschte Jeanette weiter.
Die Männer sahen sich an, denn noch Niemand hatte an diese Frage gedacht.

