da es noch gar stattlich aussah. Es war der Namens- tag des Mannes; Alle hatten ihn beschenkt, er aber hielt einen welken Strauß in den Händen und sprach zu der Frau: „Das gelobe mir, Herzliebe Renate, daß Du, wenn ich früher heimgehen sollte als Du, mir den Strauß mit ins Grab legen willst."
„Ach, Max, sprich nicht so."
„Weshalb denn nicht? Der Strauß hat mich gerettet, und was das Sterben betrifft, heißt es so gar schön: Wohl denen, welche Heimweh haben, denn sie werden nach Hause gelangen."
Nachdem Tante Susanne geendet hatte, sagte sie: „So, das ist nun nicht eigentlich eine Geschichte für Kinder,
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Er deutete mit der Hand auf den Nelkenbusch, der wieder blühete; Renate folgte dem Wink, schnitt wie früher Blumen ab, band sie zusammen, und befestigte sie an des Tyrolers Hut.
Zwanzig Jahre später saßen ein Mann und eine Frau in einem Häuschen beisammen, in welchem Alles Wohlstand verhieß; jüngere und ältere Kinder umstanden das Paar, hübsch, wie dies selber mochte gewesen sein,

