Ein Veilchen, wie die Tugend still und heiter. Doch ganz versteckt und unbekannt.

Es hat erst einen Frühlingsmorgen,

Vvm Laube überhüllt, geblüht.

Und so bescheiden, so verborgen.

Daß sichS nur durch den Dust verrieth.

Stolz war daneben auf dem Beete Die Tulpe auch herangereift.

So blühend, wie die frühe Rothe Die hellen Morgenwolken streift.

Des Gärtners Karl kam in den Garten,

Ein Kind von etwa sieben Zahr,

Des kleinen Blumenbeets zu warten Das seiner Pfleg empfohlen war.

Er sah die Tulp', und staunt ein kleines Weilchen Den hohen Glanz der Farben an.

Der Gärtner war ein weiser Mann.

Er winkte Karin.Sieh her, mein Sohn ei»

Veilchen!