Der gestern noch im besten Wohlstand lebte,
Den druckt vielleicht schon heut' die größte Noth; Der gestern noch im Sinnenrausche schwebte,
Den überraschte heut' der jähe Tod;
Der jüngst nach Gunst und höhern Würden strebte, Sieht sich getäuscht vom Mangel schwer bedroht; So wechselt alles, oft zu unserm Besten,
Nur Wünsche bleiben, um das Herz zu trösten.
Doch dies Gefühl, das -Eine, das wir haben, Befreundet mit Unsterblichkeit und Gruft,
Hat uns der Schöpfer in die Brust gegraben, Weckt süße'Bilder, wer hervor es ruft; Vermag das Herz, das strebende, zu laben,
Es athmet, wie die Hoffnung, Himmelsduft ; Bald spricht es laut in unsrer Brust, bald leise, Doch immer ist bedingend seine Weise.
Wenn Freud' und Glück sich tückisch von uns- wenden, Wenn selbst der Seele Heiterkeit entweicht, ' - Wenn grimme Schmerzen nimmermehr -sich enden, J Wenn alles Leid den höchsten Grad erreicht, Vergebens wir den Blick zum Himmel- senden,
Aus wundem Herzen auch die Hoffnung schleicht; Dann senkt voll Trost, mit göttlichem Erbarmen, ' Sich tief der Glaube in die Brust des ArMenr

