Und die Wittwe? Ach, mit Sorgen schwer, Schaut sie wunden Herzens um sich her;
Doch umsonst! es ruhen seine Glieder,
Nimmer kehrt der treue Gatte wieder;
Keines andern Trostes sich bewußt,
Drückt sie ihre Kinder an die Trust.
Schwermuthsvoll durchwacht sie manche Nacht Fast erliegt sie schweren Kummers Macht.
Wenn im Herbst die falben Blätter fliegen, Muß sie auch dem herben Schmerz erliegen; „Hin zu Dir!" das ist ihr letztes Wort,
Und die Seele eilt nach Oben fort. —
Was durchzittert rings die stille Luft? Glockenschall, der zu dem Grabe ruft?
Wem hat dieser bange Ton geklungen,
Oder wer den größten Sieg errungen?
Sieh, ein Jüngling liegt jetzt auf der Bahr', Der der Eltern schönste Zierde war.
Mädchen! deine Augen füllen sich Schwer mit Thranen, du weinst bitterlich? Starr'st zum Himmel und wirst laut im Klagen Wie! wird dein Geliebter fortgetragen,
In der Erde sinsterm, kühlen Schooß?
O wie traurig, Arme! ist dein Loos!

