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so wende Dich an mich und ich werde das Meine thun, Dir die Ent­bindung zu verschaffen."

Barbara's Augen leuchteten bei diesen Worten freudig auf, sie schaute schon vertrauensvoller auf den Pater, der nach ihrer Meinung jetzt wirklich als Freund vor ihr stand, und mit herzlichen Worten sprach sie ihm ihren Dank für seinen guten Willen aus und für die neue Hoffnung, welche er in ihr erweckt.

Der Jesuit sah mit Vergnügen, daß Barbara aus der früheren Scheu in Zutraulichkeit überging; er ergriff das reizende Köpfchen, bog es in die Höhe und schaute ihr voll in die sanften Augen.

Ich nehme Dich in meinen Schutz und weihe Dich hiermit!" sagte er mit feierlicher Stimme.

Nasch hatte er aber auch schon die Novize an sich gezogen, einen Arm um ihre schlanke Gestalt gelegt, und seine Lippen drückten einen langen Kuß auf die hohe, weiße Stirn.

Ueberrascht wollte sich Barbara zurückziehen, aber da brannten auch schon des Paters Lippen auf ihrem Munde und schienen sich auf demselben gleichsam festsaugen zu wollen.

Barbara bog sich ab und machte sich los. der Pater trat zurück.

Von nun an bist Du unter meinem Schutz getreten." sagte er. Vertraue Dich mir an, befolge morgen meinen ersten Rath und leiste das Gelübde. Das Weitere findet sich."

Er machte das Zeichen des Kreuzes über sie, grüßte und verließ dann festen Schrittes die Zelle.

Statt seiner trat nach einigen Minuten die Novizenmeisterin ein, sie nahm Barbara mit sich, um sie für die letzte Nacht ihres Novizen­standes nach dem Willen der Oberin unter ihrer Aufsicht zu halten.»