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stets vermehrt wird. D, diese Himmelsbräute mit den heiligen Blicken sind erfinderisch in Qualen!"

Barbara sprang erschrocken auf und legte ihre Hand auf den Mund Iosepha's.

Still, um der heiligen Jungfrau willen, still, Schwester," bat ste.Wie würde es Dir ergehen, wenn Jemand diese Worte hörte! Wie würde es mir ergehen, daß sie in meiner Zelle ausgesprochen wurden!"

Josepha fuhr zusammen und schaute sich scheu um, dann sagte ste leise:

Ja, Du hast Recht, meine Worte würden willkommenen Vor­wand bieten, an der Unbußfertigen auf's Neue die bewährte Marter­kunst zu erproben. Ich will schweigen, will an mich halten und mich still von dem inneren Zorne verzehren lassen, dem ich nicht freie Bahn lassen darf. Ich will heucheln!"

Wieder umzog ein bitteres Lächeln den Mund der Ordensschwester.

Nach einer Pause trat ste Barbara näher, ergriff deren Hand und sagte:

Ich kam nicht zu Dir, Schwester Barbara, um mich den Aus­brüchen meines Schmerzes und meines Zornes zu überlassen, nein, ich komme, Dir zu danken für Dein Mitgefühl, welches Du mir zeigtest, Du warst die Einzige, welche gestern Mitleid für mich fühlte und die es wagte, ein Wort für mich zu sprechen, selbst auf die Ge­fahr hin, durch dieses Wort selbst der Strafe zu verfallen, die man mir zuerkannte. Ich erkannte dieses sehr wohl. Nimm meinen innigsten Dank dafür, höre aber auch meine Warnung: hüte Dich in Zukunft vor den Aussprachen solcher Regungen des Mitleids, denn ste werden Dir als Verbrechen angerechnet und als solche bestraft. Man sieht darin einen Tadel der Aussprüche der Oberin, einen Zweifel an deren Unfehlbarkeit, und dieses wird als straffälliges Ver­brechen erkannt, denn man soll nicht zweifeln, daß die Aebtissin in ihrem Kloster so unfehlbar ist, wie der Papst in der Welt!"

Wenn sich aber das Herz empört!" entgegnete Barbara.

Dann heiße es schweigen!" erklärte Josepha und fügte dann hinzu:Ich würde hier nicht so sprechen, wenn ich nicht wüßte, daß ich es ohne Gefahr kann, denn ich habe es erkannt, daß auch Du Dich in diesem Raume nicht glücklich fühlst, daß auch Du nur mit