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Waldaufseher sei, kenne ihn; zurückgelassen habe der Mann nichts als die Weisung, die Dame mit Allem versorgen zu lassen, was sie brauche und das Weitere zu erwarten.
Josepha war im höchsten Grade bestürzt und es begann in ihr eine Ahnung aufzusteigen, daß man ein böses Spiel mit ihr begonnen habe, doch sträubte sich ibr Herz dagegen, Stanislaus, der sich stets so aufrichtig, ehrlich und hingebend gegen sie gezeigt, eines solchen Spiels zu beschuldigen. Wenn Stanislaus wirklich hier die Hand im Spiele hatte, wenn diese Entfernung von dem bisherigen Aufenthalt hierher sein Werk war, so würde er doch selbst bei ihr erschienen sein und ihr Erklärungen gegeben haben, oder er hätte ihr schriftlich seine Absichten erklärt, wenn er selbst verhindert war, zu ihr zu kommen.
Nochmals bestürmte sie Milla, ihr die Wahrheit zu sagen, wie sich denn dieses Alles verhalte, allein diese wollte nichts wissen und wußte auch wirklich nichts; sie vertröstete die Dame auf ihren Mann, der mehr wissen könnte, der aber jetzt in dem Walde sei und wohl erst spät zurückkommen werde. Sie suchte übrigens Josepha damit zu beruhigen, daß es ja leicht möglich sei, daß der erwartete Herr Graf Stanislaus im Laufe dieses Tages ankomme und da würde wohl Alles sich aufklären und Alles gut sein.
Dann ging sie und ließ Josepha wieder allein.
Josepha hoffte und hoffte, jeden Augenblick glaubte sie, daß Stanislaus kommen und ihr Aufklärung geben müsse; sie kam fast nicht von dem Fenster weg, damit sie ja des Ersehnten Ankunft sogleich erspähen könne, allein Stunde auf Stunde verging, ohne daß er erschien.
Wenn Milla kam; dann war auch ihre erste Frage nach dem Grafen, aber stets war die mit Achselzucken gegebene Antwort: „Ich weiß nichts von ihm."
So kam der Mittag, Milla besorgte den Tisch mit einfacher Speise und sagte Josepha, sie solle essen und guten Muthes sein, das Andere werde sich schon finden. Sie vertröstete sie auf die Ankunft ihres Mannes, der ihr wohl mehr sagen könne.
So verging der Tag in stetem Erwarten, Hoffen und Bangen, aber der Ersehnte kam nicht und immer unheimlicher ward es der Einsamen, die bald hoffte, daß wirklich Alles von Stanislaus so

