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angeordnet fei, bald fürchtete, sie sei ein Opfer ihrer Feinde geworden, die allerdings Macht genug besaßen, ihr zu schaden. Nicht minder beschlich sie die Furcht, Stanislaus könne auf dem Wege hierher ein Unglück geschehen sein und dieses hindere sein Kommen.
Als der Abend einbrach, brachte Milla Licht; sie leistete Iosepha eine Stunde Gesellschaft, plauderte, wollte aber von Stanislaus nichts wissen, und auch ihr Mann war noch nicht aus dem Walde zurück. — Sie suchte Iosepha.über ihre Verhältnisse auszuforschen, allein diese empfand zu wenig Vertrauen zu dem Weibe, als daß sie dasselbe hätte in ihre Geheimnisse einweihen sollen, sie wich also deren Fragen eben so sehr aus, als, wie sie bemerkte, dieselbe ihren Fragen auswich.
Iosepha verlangte zu wissen, wo sie sich eigentlich befände. Milla nannte den Hof Wolcha, sagte, daß das nächste Dorf eine Stunde entfernt sei und nannte als nächste Ortschaften Namen, die Iosepha sich nicht erinnern konnte, jemals gehört zu haben. Der Herrensitz des Grafen war angeblich eine Tagereise entfernt, den Ort, wo Iosepha sich zuletzt aufgehalten, wollte das Weib gar nicht kennen. Milla zeigte sich in solcher Beziehung trotz ihres Plauderns so zurückhaltend, daß Iosepha mehr und mehr zur Ueberzeugung gelangte, hier sei ein böses Spiel gegen sie im Werke und Milla, die doch von nichts wissen wollte, sei im Grunde ganz gut von Allem unterrichtet.
Diese Wahrnehmung bestärkte Iosepha noch in dem Mißtrauen gegen Frau Milla, sie fühlte, dieselbe sei falsch gegen sie.
Unruhig war die Nacht für Iosepha, denn im Schlafe wurde sie von bangen Träumen gequält, aus denen sie oft auffuhr. — Sie sah sich und 'Stanislaus von Ungethümen in allen Formen und Farben bedroht, von Drachen, Schlangen, schauerlichen Spukgestalten, und im höchsten Grade ermattet fühlte sie sich, als sie sich früh von ihrem Lager erhob.
Wieder kam Frau Milla, sie brachte zwei schwere Packete getragen, sagte, daß ihr Mann dieselben gestern im Aufträge des Herrn Grafen erhalten, um sie ihr zu überliefern, und daß er gestern dieses nicht gethan, weil er erst spat zurückgekommen und er sie nicht habe stören wollen; heute sei er schon wieder in den Wald hinaus, um die dort vorgenommenen Arbeiten zu beaufsichtigen.'
„Von Graf Stanislaus?" fragte Iosepha eifrig.
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