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Nach einer Pause ricktete er sich auf, stieß mit dem Fuße an den Gemordeten und knirschte:
„So, nun wirst Du wohl Marinka vergessen haben!"
Jetzt aber kam ihm auch die Besinnung wieder, er sah sich als Mörder mit bluttriefenden Händen dastehen und dachte an die Folgen seiner That und für den Augenblick wollte da selbst Entsetzen ihn packen.
In diesem Entsetzen floh Michael einige Schritte von dem Leichname zurück und als er scheu zurückblickte, war es ihm, als ob derselbe sich wieder bewege; doch war dieses nur Täuschung seiner aufgeregten Sinne. Schnell faßte er sich auch wieder und murmelte:
„Der steht nicht wieder auf, und es ist ihm ganz recht geschehen!"
Er wandte sich wieder, um den Schauplatz seiner Unthat gänzlich zu verlassen, doch noch hatte er nicht zwanzig Schritte zurückgelegt, als er wieder stehen blieb und sich besann, daß es dann doch gefährlich für ihn werden könnte, wenn er den Leichnam so auf offener Straße liegen lasse.
Michael kehrte wieder um, aber zögernd, denn es war ihm, als ob ihn etwas zurückhalten wollte von dem blutigen Opfer feines Hasses; allein es trieb ihn wieder fort und er stand jetzt nochmals an der Leiche des Paters.
Pater Eustachius lag mit Blut bedeckt und mit verzerrtem Gesichte vor ihm, er konnte es deutlich sehen, denn der Mond schien hell herab. Des Paters Augen waren offen und starrten glanzlos zum Nachthimmel, wodurch der Ausdruck des Gesichts einen noch schauervolleren Anblick bot. — Michael rieselte es da wieder kalt durch das Gebein.
Doch auch diese Anwandlung ging vorüber und wieder sagte er zu sich selbst:
„Nach dem Spitzbuben kräht kein Hahn mehr. Aber bei Seite muß er doch geschafft werden."
Einige Augenblicke besann sich Michael noch, dann beugte er sich nieder, hob den Leichnam des Mönches auf und die Straße verlassend, schritt er mit seiner Last in den Wald hinein, bis er eine sumpfige Stelle des Dickichts gefunden. Hier arbeitete er sich durch Sträucher, Gestrüpp und Sumpf, bis er zu einem stehenden Gewässer kam, von hohem Schilf umgeben, und hier warf er seine Last ab. Der Leichnam verschwand sogleich in dem sumpfigen Gewässer.

