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Michael ward über diese Musterung ungeduldig, das Schweigen dauerte ihm zu lange und mit rauher Stimme fragte er:

Was willst Du?"

Das Fragen ist an mir," entgegnete der Fremde kurz und barsch.

Er setzte dann seine aufmerksame Musterung fort.

Michael ward darüber wieder ungeduldig und er brach mit noch barscherer Stimme los:

Mir scheint es aber, als seist Du nur hergekommen, mich an­zusehen, und dazu ist der Tag doch besser als die Nacht. Was soll das?"

Nur Geduld," sagte der Fremde mit seiner vorigen Ruhe. Ich werde fragen, aber dann antworte auch."

Pah!" machte Michael, damit seine Unlust verkündend, ein neues Verhör mit sich anstellen zu lassen.

Wo ist der Pater Eustachius?" fragte nun Jener.

Pah, ich weiß es nicht!" entgegnete Michael trotzig.

Aber ich weiß es!"

In diesem Falle brauchst Du nicht zu fragen."

Michael," rief der Fremde jetzt in warnendem Tone,Du bist ein trotziger Bursche, aber stehe Dich wohl vor, daß dieser Trotz nicht zu Deinem Nachtheile ausschlägt. Ich will Dir ein Wort sagen und dieses lautet: nur ein offenes Bekenntniß mir gegenüber kann Dich retten, sonst verfällst Du dem Henkerbeile."

Unwillkürlich bebte Michael bei dieser Ankündigung zusammen und warf einen forschenden Blick auf den Fremden, der jetzt mit seiner eisigen Ruhe weitersprach:

Deine Schuld ist erwiesen, Mensch, Leugnen kann Dir nichts Helsen. Es treten Zeugen gegen Dich aus, welche Dir, aus Deinen gestrigen Aeußerungen Verdacht schöpfend, folgten und Dich noch sahen, wie Du den Körper in den Wald schlepptest."

Michael prallte bei dieser Erklärung ein Paar Schritte zurück und starrte den Fremden mit unheimlich glühenden Augen an, dann ballte er die Fäuste und fragte mit knirschenden Tone:

Bist Du etwa dieser Zeuge?"

Das gehört jetzt nicht zur Sache, Bursche," antwortete der Ge­fragte einfach.Aber höre nur weiter. An der Stelle, wo der Mord gestern geschah, ist der Boden mit Blut bespritzt und man sieht die