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heiter und unbesorgt gewesen, bis der ihm verhaßte Mönch gekommen, wo dann die Galle in seinem leicht erregbaren Herzen aufgestiegen und ihn endlich zu dem Entschlüsse gebracht, dem Manne in der Kutte einen tüchtigen Denkzettel anzuhängen, der allerdings dann in Mord übergegangen sei, welcher aber nicht in der ursprünglichen Absicht Michael's gelegen. — Doch die Macht des Augenblicks reißt den Menschen hin, ehe er es ahnt.
Es ward immer später und Michael fand noch keine Ruhe, obgleich es um ihn ganz still geworden, nur der Hund auf dem Hofe rasselte bisweilen mit der Kette und schlug wohl auch ein Mal an.
Er durchirrte den Raum wie ein gefangenes Thier, welches vergeblich den Ausweg sucht; bald seufzte er, bald fluchte er wieder, in wilden Zorn ausbrechend.
Plötzlich aber blieb er stehen.
„Wäre doch mein Vetter da, der schwarze Zawosz, so würde ich nicht lange in diesem Loche stecken. — O, daß es mir gelänge, ihm ein Zeichen zu geben, in welcher Noth ich mich befände, er hälfe mir wohl, und ich wollte dann nicht mehr von seiner Seite gehen. — Vielleicht hat der Vater den glücklichen Einfall auch, sich an Zawosz zu wenden."
Dieser Gedanke an einen Helfer, auf welchen er sich verlassen könnte, hatte etwas Beruhigendes für Michael; er mäßigte sein Umherirren und warf sich endlich auf das dürftige Strohlager auf den feuchten Boden.
Vor der Thüre klangen da Schritte, dann klirrte der Riegel und Michael fuhr auf. — Kam der gewünschte Zawosz schon, ihn zu retten, oder waren es die Leute, welche ihn nach der Stadt in das Gefängniß führen sollten?
Die Thüre öffnete sich und mit einer Laterne in der Hand trat ein Mann ein. Seine Kleidung war eine Mischung von moderner und Nationaltracht, das Gesicht durch eine Mütze stark beschattet.
Michael hatte sich schnell erhoben und stand dem Manne gegenüber, der sich gelassen auf den rohen Holzblock niedersetzte, welcher als einziger Sitz in dem Kerker vorhanden war, und die Laterne neben sich auf den Boden stellte, dann den Gefangenen aufmerksam von oben bis unten musternd.

