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Fußtapfen von zwei Männern, in die einen passen die Stiefeln, welche Du gestern getragen, man kann sogar die Nägel der Absätze zählen und sie vergleichen. Was sagst Du zu solchen Beweisen?"

Michael knirschte hörbar mit den Zähnen; er sah, daß er denn doch verloren war und verwünschte im Stillen seine Unvorsichtig­keit, daß er nicht daran gedacht, jene verrätherischen Spuren auf der Straße zu vertilgen, es wäre dann die Gefahr für ihn mindestens gemindert worden, wenn auch nicht ganz beseitigt.

Der Fremde fuhr fort:

Uebrigens bast Du auch durch Deine Frage von vorhin Deine Schuld schon eingestanden. Wenn Du fragst, ob ich Zeuge gewesen wäre, so gestehst Du ein, daß Du eine That begangen hast, die Zeugen zu scheuen hat. Begreifst Du dieses. Bursche?"

Michael konnte sich eines Zitterns bei dieser Frage nicht enthalten, er schaute den Fremden mit argwöhnischen Blicken an und grollte dann:

Wie es scheint, bist Du der Teufel selbst, oder ihm doch durch die Schule gelaufen. Oder bist Du ein Advocat, der mich aus- holen will?"

Du irrst, Bursche," erwiderte der Fremde mit der vorigen Ruhe,ich bin kein Advocat; aber auch ohne ein solcher zu sein, kann ich Dir sagen, daß Du Dich zum zweiten Male verrathen hast."

Teufel!" fuhr Michael auf.

Sieh, Bursche," sprach der Fremde weiter,indem Du sagst, daß ich Dich ausholen will, giebst Du zu, daß Du eine schwere Schuld auf dem Herzen hast, die Du ängstlich verbergen willst, und fürchtest, sie könnte Dir entrissen werden. Diese Schuld aber ist der gestrige Mord."

Michael stampfte wüthend mit dem Fuße, daß seine Ketten klirr­ten. Er ballte die Fäuste grimmig, seine Augen sprühten, er stand mit vorgebeugter Haltung, als wollte er sich auf den ihm furchtbaren Fremden stürzen und ihn zermalmen.

Der Fremde aber schob mit rascher Bewegung die Mütze etwas in die Höhe und schaute den Gefangenen scharfen Blickes an, un­verwandt jede seiner Bewegungen beobachtend, mit der rechten Hand griff er zugleich in sein Gewand und der Griff einer Pistole ward sichtbar.

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