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Der Fremve löschte das Licht in der Laterne, welches auch bei der Mondhelle sehr entbehrlich war und winkte dann Michael, ihm weiter zu folgen. Er führte ibn schweigend zwischen einigen Zäunen bis an die Umfassungsmauer des Schloßgartens und dann an derselben hin, bis er ein kleines, leer stehendes Häuschen erreicht hatte; dasselbe war ossen, der Fremde trat hinein, zündete das Licht in der Laterne wieder an und zog dann aus einem Winkel einige Kleidungsstücke hervor, die er Michael anzulegen befahl.
Bald stand dann auch dieser in ganz veränderter Gestalt da.
„Michael," begann nun der Fremde, „ich erwarte, daß Du getreu Deinen Schwur halten wirst, wie es auch kommen möge."
Michael ließ sich auf die Kniee nieder und hob die Hand in die Höhe.
„Bei dem Himmel und bei der Hölle gelobe ich nochmals, daß ich meines Eides stets eingedenk sein werde. Rufe mich und ich werde folgen! Verlange von mir, was Du willst, und ich werde gehorchen."
„Gut denn," erwiderte der Fremde, „ich werde Dich stets im Auge behalten und kommt die Zeit, werde ich Dich rufen. — Jetzt brich auf und suche Deinen Vetter, den Zawisz. der schon für Deine weitere Sicherheit sorgen wird."
„Halt," sagte da Michael, „bist Du vielleicht im Bündnisse mit meinem Vetter?"
„Nein," war die Antwort, „ich kenne ihn nur nach dem Namen, aber es könnte möglich sein, ich lernte ihn durch Dich näher kennen."
Dann reichte der Fremde seinem Schützlinge einen kleinen Beutel mit Geld und hieß ihn eilen, damit er bei Sonnenaufgang so weit als möglich von dem Orte entfernt sei, wo seine Flucht höchst wahrscheinlich die lebhafteste Erregung und die eifrigste Nachforschung nach ihm Hervorrufen werde.
Michael fiel nochmals vor seinem Befreier nieder, küßte dessen Hände und versicherte ihm seine Dankbarkeit, verlangte dann aber dessen Namen zu wissen.
„Nur Geduld, Du wirst ihn erfahren, wenn es Zeit sein wird," tröstete der Fremde. „Nun eile."
Michael verließ jetzt das Häuschen und war nach wenig Augenblicken verschwunden.

