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verrieth überhaupt, daß er wohl andere Absichten mit seiner Tochter verfolge.
Barbara glaubte, daß Constantin, trete er wo auf, überall eben so unwiderstehlich wirken müsse, wie er auf sie gewirkt hatte, und sie meinte, daß es das beste Mittel sei, ihre Eltern günstig für den Studenten zu stimmen, wenn sich derselbe ihnen selbst vorstelle. Sein Anblick schon mußte siegend wirken und jede Gegenrede unwirksam machen. Constantin hatte schon längst den Vorsatz gefaßt, die Familie seiner Geliebten näher kennen zu lernen, doch hatte er noch keine Gelegenheit gefunden, sich auf gute Manier einzuführen. Endlich übernahm es ein Freund, ihn in dem Hause vorzustellen und ihm so Gelegenheit zu geben, die Familie Ubryk kennen zu lernen und die Eltern für sich zu gewinnen. Die letzte Absicht schlug fehl, denn Barbara's Eltern waren von vorn herein von einem Vorurtheil gegen den Studenten befangen; sie empfingen ihn frostig, es kam zu keiner anderen Unterhaltung, als daß einige nichtssagende und bei solchen Verhältnissen doch vieldeutende Redensarten gewechselt wurden. Auch konnte Constantin bemerken, daß man ihn zu hindern suchte, sich Barbara zu nähern, denn es war ihm kaum vergönnt, ein Paar Worte mit ihr zu wechseln. Der Besuch dauerte nicht lange, Constantin empfahl sich und erhielt keine Aufforderung zum Wicderkommen.
Dieses schmerzte Constantin, er sab, daß die Vorurtheile gegen ihn sehr mächtig sein mußten und beklagte es, daß man es ihm verwehren wollte, durch sein Erscheinen diese Vorurtheile zu zerstreuen, denn ohne Einladung konnte er doch jenes Haus nicht mehr besuchen. Es kam ihm vor. als wollten die Eltern seiner Geliebten das einmal gefaßte Vorurtheil mit eigensinniger Gewalt festhalten und ihn deshalb auch so weit als möglich von ihr entfernen, um sich so aus das Sicherste dagegen zu schützen, daß kein günstiger Eindruck durch seine Persönlichkeit auf sie hervorgebracht werde. — Einen solchen Zweck erreicht man allerdings durch solches Manöver am sichersten.
Von nun an begannen für das Paar ernstere Kämpfe und trübe Stunden. Herr Ubryk gehörte zu den Leuten, welche ein einmal gefaßtes Vorurtheil mit eigensinniger Hartnäckigkeit festhalten und sich durch nichts davon abbringen lassen wollen, und die stets auf das Praktische gehende Mutter stimmte ihm da bei. Bei der Mutter hatte auch noch dieses Einfluß, daß sie, frömmelnden Sinnes, es lieber ge-

