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stimmte ihm bei. Beide bestürmten Barbara, dieses Verhältnis aufzulösen, da es zu nichts Gutem führen könne.
„Ich habe Constantin Treue geschworen," entgegnete Barbara, „und ich müßte mich selbst verachten, wollte ich mein Gelübde brechen."
Der Vater schalt sie eine Närrin und die Mutter eine Thörin, Beide stimmten dahin überein, daß es nichts Sinnloseres und zugleich Verderblicheres gäbe, als solch ein Verbältniß. Der Vater behauptete, daß wenigstens zehn Jahre vergehen würden, ehe Constantin an die Gründung eines Hausstandes denken könne, und während dieser Jahre sei Barbara schon hundert Mal von im vergessen worden.
Ubryk ging noch weiter. Er begab stch selbst an jenen Platz, wo Constantin auf seine Geliebte wartete; er überraschte ihn daselbst, machte ihm die bittersten Vorwürfe, daß er seine Tochter verführe, wollte keine Vertheidigung, keine Vorstellung hören, und verbot ihm schließlich, sich je wieder Barbara zu nähern, ihn dabei versichernd, daß jede versuchte neue Annäherung nur dazu beitragen werde, strengere Maßregeln gegen Barbara und sich selbst hervorzurufen.
Voll Bestürzung entfernte sich da Constantin; er hatte nicht erwartet, daß es so kommen würde. Aber er wollte doch noch einen Versuch machen und wendete sich schriftlich an Ubryk, ihm Alles sagend, was er auf dem Herzen hatte. Auch dieses geschriebene Wort war so wirkungslos, wie das gesprochene; Ubryk und seine Gattin hielten ihre Ansichten unerschütterlich fest und nichts konnte sie bewegen, davon abzuweichen.
Barbara war niedergeschlagen, aber auch sie wollte nicht nachgeben und vor Allem wünschte sie noch eine Zusammenkunft mit Constantin. Es gelang ihr, sich nochmals mit ihm an einer dritten Stelle zusammenzufinden, und Beide sprachen da ihre Klagen aus, daß alle ihre Hoffnungen auf so grausame Weise zerstört werden sollten.
„Wie es auch komme," sagte Constantin, „ich verzweifle doch noch nicht ganz, denn so wechselvoll ist ja das Leben, daß das drohende Ungewitter, welches den Anschein sich giebt, als wolle es Alles vernichten, sich in dem nächsten Augenblicke schon in den freundlichsten Sonnenschein verwandeln kann. Auf diese günstige Umstände laß uns warten."

